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Wie wir heute mit Fug und Recht behaupten können, hatte sich Jesus mit seiner Naherwartung der Apokalypse schlicht und ergreifend geirrt. Denn auch knapp 2000 Jahre nach seiner mutmaßlichen Existenz besteht die Welt nach wie vor und auch die Menschheit hat u. a. auch das "Dunkle Zeitalter" überstanden.

In der Bibel finden sich sehr wohl Hinweise darauf, dass Jesus von einer kurz bevorstehenden Apokalypse ausging; Wikipedia: "Mehrere Aussagen im Neuen Testament legen ein Wiederkommen Jesu innerhalb sehr kurzer Zeit nahe. So schreibt z. B. Paulus im 1. Thessalonicherbrief:

„Denn dies sagen wir euch nach einem Wort des Herrn: Wir, die Lebenden, die noch übrig sind, wenn der Herr kommt, werden den Verstorbenen nichts voraushaben. (1 Thess 4,15 EU)“"

Wie die meisten anderen biblischen Geschichten auch, ist auch die Idee vom Jüngsten Gericht nur geklaut: Die Ursprünge liegen vermutlich im Zoroastrismus, im babylonischen Gottkönigtum und in den ägyptischen Jenseitsvorstellungen.

Deshalb ist es wenig hilfreich, in das Weltgeschehen irgendwelche übernatürlichen Zusammenhänge, göttliche Zeichen oder Absichten hineinzuinterpretieren, zumal es auch genügend tatsächlich wahrscheinliche mögliche Weltuntergangsszenarien gibt: https://de.wikipedia.org/wiki/Weltuntergang#Naturwissenschaftlich_beschr...

Selbstredend kommen alle diese Szenarien ohne übernatürliche Einflüsse wie Götter, Teufel, Einhörner oder Kobolde aus.

Mit freundlichen Grüßen,

Marc Niedermeier