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Wenn die Ansicht, vom einen "Machtbereich" in den anderen "Machtbereich" die Braut zu übergeben, als mittelalterliches Zeichen gedeutet wird, stelle ich mir ernsthaft die Frage, warum will das Ehepaar eigentlich in de Kirche heiraten? In der Kirche heiraten ist doch auch mittelalterlich.
Das Argument, dass die Brautleute bereits verheiratet sind, also in der heutigen Zeit gleichberechtigt und sozusagen auch auf gleicher Augenhöhe vor den mittelalterlichen Altar treten, dann ist das doch eine wesentlich kraftvollere Symbolik, als wenn die Braut vom Vater an den Bräutigam übergeben wird.
Übrigens, es gibt da noch eine Sichtweise: Den Kitsch gibt es in Amerika leider auch. Und Amerika ist bei allen unbegrenzten Möglichkeiten doch sehr konservativ.