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Liebe Birgit,
ja! Zweifel sind erlaubt. Vor allem an sogenannten "Glaubensaussagen". Denn Glaube meint nach evangelischem Verständnis weniger ein Für-wahr-Halten bestimmter Aussagen (über Gott und die Welt), sondern viel mehr und viel eher ein Vertrauen auf Gott, ein Rechnen damit, daß er zu uns steht und möchte, daß unser Leben gelingt. In Jesus Christus begegnet uns Gott so. Wer sich darauf verlassen möchte, gehört zu seiner Kirche.
Dieses Vertrauen macht uns noch nicht automatisch zu besseren Menschen. Das hat Ihre Mutter vielleicht schmerzlich erfahren müssen. Aber unter denen, die darauf bauen, finden sich so viele faszinierende Menschen, daß es sich lohnt dazuzugehören.
Äußeres Zeichen ist die Taufe. Vielleicht sind Sie ja schon getauft, wenn Ihre Mutter bei der Diakonie arbeitete. Dann brauchen Sie nicht mehr neu getauft zu werden, denn die Taufe gilt weiter, auch wenn wir zwischenzeitlich austreten oder die Kirche wechseln.