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Ja, das mag in manchen Kirchenordnungen so stehen. In unserer zum Beispiel nicht. Da darf der Pfarrer genau das sehr wohl. Eine Gemeinde, vertreten durch ihr gewähltes Presbyterium, kann nach ausgiebiger Beratung qua Beschluss getaufte Kinder zum Abendmahl zuzulassen. Sie muss dann auch dafür sorgen, dass Kinder auf das Abendmahl in altersgemäßer Form vorbereitet werden können. So wachsen sie in vielen Gottesdiensten in das Sakrament hinein und erleben Feierlichkeit, Gemeinschaft, Trost und Tränen, Freude und Geheimnis. Da sind die auch sehr offen für. Das ist insgesamt sicher etwas mehr Arbeit, als die Jungs und Mädels routinemäßig durch den Unterricht zu schleusen, im Gottesdienst anzupfeifen, wenn sie während des AM kichern, und ihnen dann einmalig in einer Stress-Situation (Konfirmation!) das Abendmahl zu verabreichen, worauf sie dann nie wieder hingehen.

Der 8-Jährige oder die 4-Jährige müssen also nicht im Konfirmandenunterricht ausgiebig belehrt worden sein, sie sollen aber verstehen: Jesus lädt mich ein, genau wie Papa und Mama und alle anderen, die hier sind, und er liebt mich, und er ist jetzt bei uns, wenn wir Brot und Wein miteinander teilen. Das versteht jeder Mensch auf seiner Entwicklungsstufe auf seine eigene Weise. Und dann kann er auch die Einladung von Christus annehmen.

Die Aufgabe der Vorbereitung liegt also bei den Eltern und Paten, bei der Kinderkirche, im Schulgottesdienst, in der Kirchenmusik (Kinderchöre!) und selbst bei den Omas, die selber im Gottesdienst gar so gern quatschen und sich dann über die Konfis beschweren ;-)