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Sehr geehrte Geheimniskrämerin,
es ist ja völlig in Ordnung, dass Eltern/Paten/Kinderkirchmitarbeiter etc sich z. B. am Konfi-Unterricht beteiligen möchten.

Auch unser Pfarrer ist lediglich noch an der "Mit-Koordination" mit Team +Gruppen-Müttern beteiligt. Ebenso bei Konfi-3 und Konfi-8, da darf der Pfarrer ebenfalls "mit-koordinieren" gemeinsam mit einer Jugendreferentin + Team.

Auf welches Ziel hin eigentlich koordiniert wird, das entscheidet nicht der Theologe der Kirchengemeinde, sondern Laien, Jugendreferenten, und das Team, wer immer das auch sein soll...

Jugendreferenten arbeiten z. B. mit "pädagogischen Maßnahmen" also mit erzieherischen. Pädagogik zählt zu den Wissenschaften und nicht zur Theologie. Folglich verfolgen Pädagogen ganz andere Ziele als Theologen. Das muss doch jedem einleuchten, oder? Pädagoge ist eine Berufsbezeichnung aber keine Berufung. Man muss bedenken, dass es gute, mittelmässige und schlechte Pädagogen gibt, genauso wie es gute, mittelmässige und schlechte Handwerker, Rechtsanwälte, Maschinenbauer und Verkäufer gibt. Dass es zwischen einem Laien-Handwerker und einem ausgebildeten Handwerker nochmals gravierende Unterschiede gibt, das weiss ja wohl jeder selber!

Wenn ich z. B. sage "Im Kühlschrank ist Bier", bin ich Theologe. Wenn ich im Kühlschrank nachschaue, bin ich Wissenschaftler. Wenn ich nachsehe, nichts finde und trotzdem behaupte, es ist Bier drin – dann bin ich Esoteriker!

Unsere Kirchengemeinden haben sich größtenteils dafür entschieden, dass profane, wissenschaftliche und esoterische Ziele verfolgt werden. Mit Religion und mit dem Theologen können die Kirchengemeinden meistens gar nichts mehr anfangen, eben weil sich auf diesem theologischen Gebiet niemand auskennt, nur der Pfarrer und das ist blöd. Deshalb entscheiden sich Kirchengemeinden für "falsche Lehre", denn da kann jeder was dazu beitragen!

Wissenschaft, Weltlichkeit und Theologie sind nun mal inkompatibel - es sind 3 grundverschiedene Weltbilder. Die Wissenschaft zweifelt die absolute "Wahrheit" an. Wie? Jesus, Gottes Sohn? Nö!

Der Theologe darf als Hauptaufgabe die Geburtstagsbesuche absolvieren ( 80, 85, 90 und älter).

Bei den Seniorengruppen der Kirchengemeinden sieht es doch ähnlich aus! Eigentlich sollten diese regelmässig theologische Inhalte erfahren, damit die Senioren dieses religiöse Wissen dann an andere weitererzählen können. Doch auch die Senioren drehen ihr eigenes Ding und gehen lieber den weltlichen Genüssen nach.
Ich hoffe mal, Sie haben einigermassen verstanden, was ich ausdrücken will!