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In meiner Jugend, als ich 16 war, habe ich genau das geglaubt, was Pastor Muchlinskys Antwort sagt. Ich hatte damals Sex mit meiner Freundin, aus dem Wunsch heraus, ihr so nahe wie möglich zu. Rückblickend stelle ich auch immer wieder fest, wie aufrichtig wir uns damals geliebt. Der Sex war also „verantwortungsvoll“, „respektvoll“ und „zärtlich“. Die Beziehung ist irgendwann kaputt gegangen. Gott sei dank (das meine ich wörtlich) haben wir es geschafft wieder Freunde zu werden.
Wie auch immer, als ich begann im Glauben zu wachsen, und eine lebendige Beziehung mit dem Dreieinen Gott auszubauen, stellte ich fest, wie sehr mir der Sex in meinem Leben geschadet hat. Wie sehr mich die Erinnerungen, und die Nostalgie jener schönen Momente, immer wieder in meiner Gottesbeziehung behinderten, und subtiler Ausgangspunkt waren Irrwege zu gehen. Irgendwann begriff ich auch, dass es eine Sünde war (die ich mir vergeben lassen konnte).
Ich habe erlebt und begriffen, dass die Ordnung Gottes ist, dass der Ehevollzug (das „ein Fleisch werden“ von Mann und Frau) in die Ehe gehört, also nach die Eheschließung (dem „Eins werden“ von Mann und Frau vor Gott und der Gesellschaft) gehört (1. Mos. 2:24, Mt. 19:5, Mk. 10:7 + Röm. 1:27 f., 1. Kor. 7:25). Ich habe erlebt, dass aus der Missachtung dieser Ordnung, Schaden entsteht. Ich habe erkannt, dass die Infragestellung der Ordnung Gottes Sünde ist (Sünde ist das, was einen von Gott entfernt, bzw. das was einen das „Ziel“, nämlich Gott, verfehlen lässt). Und ich habe erkennen müssen, dass in jenem jugendlichen Sex Götzendienst lag, ich habe nämlich meine Beziehung weit höher gestellt als Gott.
Ich wusste es damals nicht besser, mich hatte damals keiner gewarnt, mich hätte auch keiner warnen können (meine Eltern haben entweder diesen Fehler nicht gemacht, oder den Schaden nicht so deutlich wahrgenommen). Aber mein Unwissen hat mich nicht vor den Folgen meiner Handlungen geschützt.