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Und das sagt die EKD dazu: "Es gibt Böses in der Welt. Seit der Aufklärung steht infrage, ob man das Böse personifizieren kann, also ob das Böse in einem Wesen wie dem Teufel Gestalt annehmen kann. Im Mittelalter hatte der Teufel ein Gesicht, er hatte eine konkrete Gestalt, Hörner, Pferdefuß und so weiter. Er bekam sogar eine Art Biografie: Man sagte, er war ein Engel, der sich gegen Gott aufgelehnt hatte und deswegen von ihm verstoßen worden war. Als Schlange sei er dann im Paradies wieder aufgetaucht und habe die Menschen verführt. Dieses Bild wird in der heutigen Theologie nicht mehr vertreten. Heute geht man davon aus, dass das Böse eine Realität ist, die einzelne Personen übersteigt. Das Böse kann zum Beispiel versteckt sein in Handlungsstrukturen und Systemen, die Leben zerstören. Wo genau, ist aber nicht immer klar erkennbar. Im 20. Jahrhundert kamen jedoch wieder vermehrt christliche Strömungen auf, die konkrete Ereignisse – wie die Weltkriege, den atheistischen Kommunismus oder weltweite Krankheiten – als Werke des Teufels ansehen."