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J. Klee schrieb, was die EKD dazu sagt:" "Es gibt Böses in der Welt. Seit der Aufklärung steht infrage, ob man das Böse personifizieren kann, also ob das Böse in einem Wesen wie dem Teufel Gestalt annehmen kann. Im Mittelalter hatte der Teufel ein Gesicht[ ]Dieses Bild wird in der heutigen Theologie nicht mehr vertreten. Heute geht man davon aus, dass das Böse eine Realität ist, die einzelne Personen übersteigt. Das Böse kann zum Beispiel versteckt sein in Handlungsstrukturen und Systemen, die Leben zerstören." Das klingt schon so, als sei der Teufel abgeschafft.
Warum soll die Frage, ob es den Teufel genau so gibt wie Gott (wenn auch nicht so mächtig) nicht in einem Satz beantwortet werden können? Wozu sind christliche Fakultäten gut, wenn es da keine einheitliche Lehrmeinung gibt, die den Studierenden als aktuelle Lehrmeinung gelehrt wird, wenn also jeder glaubt, was er will? Und was wird im staatlich finaziertem RU gelehrt - ist das auch vom Glauben des jeweiligen Lehrers abhängig?
Nicht zuletzt: Finden Sie es nicht auch gefährlich, zu glauben, es gebe einen Teufel bzw. Dämonen, die Menschen beeinflussen können? Wäre es nicht Aufgabe von aufgeklärten Christen wie Sie einer sind, dagegen anzukämpfen statt so lapidar zu äußern: "Der Protestantismus hält sich eine Menge darauf zugute, nicht nur eine Lehrmeinung zu haben." ?
LG
J.B.