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Danke vorab für ihre Antwort, insbesondere für die Nennung der Bibelstellen, das werde ich mir mal genauer anschauen.
Wenn Sie vom höchsten Gebot sprechen, der Nächstenliebe, dann vergessen Sie doch hierbei bitte nicht die Liebe zu Gott. Daraus erst, kann doch die Liebe zu seiner Schöpfung erwachsen, die sich in der Nächstenliebe ausdrückt. Wer nun aber der Meinung ist, dass Gott ihn "falsch" geschaffen habe, irrt dieser? Ich denke schon. Denn wer sich nicht selbst liebt, so wie er von Gott geschaffen wurde, der kann doch auch die andere beide Gebote nicht erfüllen.
Das sieht man auch daran, dass die Selbstmordrate unter post-operierten Transmenschen um ein vielfaches höher ist, als in der umgebenden Gesellschaft. Ich denke, aus christlicher Nächstenliebe sollten wir für diese Menschen beten, sich so akzeptieren zu können wie sie sind und die vermeintlichen Widersprüche auszuhalten oder sie am besten sogar zu überwinden.
Ich finde es bedenklich diese Menschen in ihren Verwirrungen zu ermutigen, anstatt ihnen zu helfen.

Vielleicht missverstehe ich ihre Aussage zu "breiten Befindlichkeiten", aber Aufgabe der Kirche ist doch die Verkündigung des Evangeliums und die Verwaltung der Sakramente, daraus lese ich kein reines "Zuhause bieten". Dieses Zuhause hat nur einen Eingang und das ist Jesus Christus. Außerdem lese ich aus: „Denn ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen eines Menschen werden seine Feinde sein. Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.“ (Mt 10, 36-37), dass es durchaus wichtig ist, dies zu erkennen und nicht der Beliebigkeit anheimzufallen.