Taufpate

Gefragt von Opel Alexander

Sehr geehrter Pastor, bei uns steht ein Taufe an. Der Sinn wäre das Kind jetzt einer Taufe zu unterziehen damit es später selber entscheiden kann. Unsere Familie wie auc die Verwandten sind alle von der Kirche ausgetreten (die verschiedenen Ursachen dazu wollen wir mal ausser Acht lassen) da es ja um das Kind geht. Die zwei Fragen, wird das Kind überhaupt getauft wen keiner der Eltern bei der Kirche ist und kann man Taufpate sein wenn der auch nicht in der Kirche ist? Denn es wurde die Behauptung aufgestellt man muss Mitglied der Kirche sein, was für mich ein Zwangsmitgliedschaft bedeuten würde und deshalb richt ich die Frage an Sie. Da die Taufe erst in einigen Monaten sein soll, so möchte ich mich jetzt schon erkundigen. Für den Fall das es nicht geht, das man einen anderen Weg suchen kann. Besten Dank Alexander Opel ehemaliger protestant aber noch gläubig

Lieber Alexander Opel,

ich entnehme Ihrem Gruß "ehemaliger Protestant, aber noch gläubig", dass trotz Austritt aus der Organisation Kirche, die Taufe des Kindes für Sie wichtig ist. 

In der Tat ist es so, dass es Landeskirchen gibt, wo kein Elternteil Mitglied der evangelischen Kirche sein muss, um das Kind taufen zu lassen. Hier informieren Sie sich bitte bei Ihrer Kirchengemeinde vor Ort. Für das Patenamt trifft dies allerdings nicht zu. Das Patenamt ist dazu da, das Kind im christlichen Glauben zu begleiten, daher müssen Pate/Patin Mitglied der evangelischen Kirche sein. In manchen Landeskirchen werden auch Angehörige anderer christlicher Kirchen zum Patenamt zugelassen. Ungetaufte, aus der Kirche Ausgetretene oder Mitglieder Nichtchristlicher Glaubensgemeinschaften können das Patenamt nicht übernehmen.

Es gibt aber die Möglichkeit, dass ein Gemeindemitglied der Kirchengemeinde vor Ort das Patenamt übernimmt. 

Von einer Zwangsmitgliedschaft würde ich im Übrigen nicht reden, denn es ist ja jedem selbst überlassen, Mitglied der evangelischen Kirche zu sein. Mit der Taufe wird man in diese christliche Gemeinschaft aufgenommen, von daher muss der Pate/die Patin eben auch Teil dieser Gemeinschaft sein.

Auf jeden Fall empfehle ich Ihnen ein Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer der Kirchengemeinde vor Ort, denn Ihre Fragen beeinhalten gleich mehrere Themen, die von Landeskirche zu Landeskirche unterschiedlich gehandhabt werden.

Herzliche Grüße

Stefanie Keller

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