Wie wird der Psalm in der Gemeinde gesprochen?

gestellt von Sonja Diers am 30. April 2019

Guten Morgen,
für Hilfe im folgenden Fall bin ich Ihnen sehr dankbar! Ich bereite einen Gottesdienst vor und für den betreffenden Sonntag ist der Psalm 147 3-6.11-14a angegeben. Dieser steht nicht im EG und nicht im Ergänzungsheft.
Wie wird dieser vorgetragen? Rückt man selbst die Psalmen ein und läßt es im Wechsel lesen oder trägt der Lektor es vor.
Besten Gruß
Sonja Diers CKirchenmusiker in Ausbildung :)

Liebe Frau Diers,

wie Sie festgestellt haben, besitzen manche Sonntage durch die neue Perikopenrevision nun neue Psalmworte, welche sich nicht im bisherigen Gesangbuch finden lassen. Daher wurde ein neues Ergänzungsheft (EG.E) veröffentlicht, worin die fehlenden Psalmen abgedruckt worden sind. Der Psalm 147 befindet sich unter der Nummer 113. Online ist der Psalm eingerückt hier zu finden: Psalm 147.

Ich würde meinen, dass es sich empfiehlt, auf die vorhandenen Psalmbearbeitungen zurückzugreifen, da diese bei der Einrückung der Verse auf Struktur des Psalmes (Versmaß, Metrik, Reim) achten. Außerdem gibt es in verschiedenen Landeskirchen unterschiedliche Varianten, die Verse abzusetzen.

Daher halte ich es für die beste Möglichkeit, für die Gemeinde den Psalm zu kopieren und ihn dann im Wechsel zu sprechen. Daneben haben Sie aber auch die Möglichkeit, einen Psalm gänzlich allein zu sprechen oder die Gemeinde zwischen den Psalmworten einen sich wiederholenden Kehrvers sprechen/singen zu lassen. Auch andere Psalmbearbeitungen (z.B. Oosterhuis, Hüsch) sind prinzipiell denkbar, wenn die Gemeinde demgegenüber offen ist.

Wie auch immer Sie sich entscheiden, ich wünsche Ihnen alles Gute für den Gottesdienst!

Beste Grüße,

Johanna Klee

 

 

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